Das Shaolin Kloster
Während der Kanghsi-Regierung der Ching-Dynastie waren die Anhänger des Shaolin-Kung-Fu-Stiles
wegen ihrer Kampfkunst so berühmt, dass die Ching-Regierung sich
deshalb Sorgen machte und beschloss, die Mönche zu töten
und das Kloster am Sung-Berg der Honan-Provinz in Central-China zu
vernichten. Soldaten wurden mit dem Befehl ausgesandt, das Kloster zu
zerstören und die Religionsgemeinschaft auszulöschen. Aber die Mönche
des Shaolin-Klosters
leisteten so starken Widerstand, dass selbst nach langem und hartem
Kampf das Kloster noch immer unversehrt war. Chan Man Wai, der bei der
Beamtenprüfung als Bester des Jahres abgeschnitten hatte, wollte sich
bei der Regierung einen Namen verschaffen, und trug ihr seinen Plan
vor.
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Die Legende Ng Mui
Lange Zeit überlegte Ng Mui,
wie sie eine neue Kampfkunst entwickeln könnte, die auch einen
schwächeren Menschen befähigen würde, einen in klassischen Kampfkünsten
Trainierten zu besiegen. Die Legende sagt, dass sie die entscheidende
Inspiration hatte, als sie einen Kampf zwischen einem Kranich und einem
Fuchs beobachten konnte.
Der
Fuchs lief um den Kranich herum, in der Hoffnung, einen tödlichen
Angriff gegen dessen ungeschützte Flanke anbringen zu können. Der
Kranich drehte sich stets so, dass seine Brustseite unverwandt dem
Fuchs zugewandt war. Jedesmal, wenn der Fuchs dem Kranich zu nahe kam
und ihn etwa mit einer Pfote angreifen wollte, wehrte der Kranich mit
einem Flügel ab und führte gleichzeitig einen Gegenangriff mit seinem
Schnabel. Während der Kranich also mit den Schwingen abwehrte und mit
dem Schnabel konterte, verließ sich der listige Fuchs auf die
Schnelligkeit seiner Beine und auf Überraschungsangriffe. Wie dieser
Kampf endete war nicht von Bedeutung.
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Yim Wing Tsun und ihr Mann Leung Bok Chau
Yim Wing Tsun heiratete schließlich doch ihren Verlobten Leung Bok Chau und gab die Kampfkunst-Methode, die sie von Ng Mui
erlernt hatte, an ihn weiter. Leung Bok Chau hatte bereits vor ihrer
Hochzeit Kung-Fu trainiert, deswegen hörte er seiner Frau anfangs auch
kaum zu, wenn sie über die Theorie der Kampfkunst sprach.
Natürlich
glaubte er, dass eine Frau zu schwach sei, um ein ernst zu nehmender
Gegner für einen Mann zu sein. Doch einmal fand Wing Tsun die
Gelegenheit, ihm ihr Können praktisch zu beweisen, und so oft sie
zusammen kämpften, wurde Leung Bok Chau von ihr besiegt. Erst dann
erkannte er, dass seine Frau eine große Meisterin der Kampfkunst war.
Ihr zu Ehren nannte er dieses Kung-Fu-System später „Wing Tsun Kuen“.
Leung Bok Chau trainerte regelmäßig mit seiner Frau, bis er selbst ein
Meister dieser Kampfkunst geworden war.
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